Das Karussell- und Swipe-Format: Ein Schlüssel zu höherem Engagement in digitalen Kanälen
Die digitale Kommunikation entwickelt sich stetig weiter - und damit auch die Anforderungen an Unternehmen, ihre Inhalte attraktiv und interaktiv für ihre Zielgruppe aufzubereiten. Eine der aktuell beliebtesten und effektivsten Methoden ist das sogenannte Karussell- bzw. Swipe-Format. Aber warum erzielen gerade diese Formate deutlich höhere Interaktionen und wie können Unternehmen sie strategisch einsetzen?
Was ist das Karussell- bzw. Swipe-Format?
Das Karussell- oder Swipe-Format bezeichnet interaktive Beiträge, die aus mehreren Einzelseiten, Bildern oder Slides bestehen. Nutzer: innen können per Wischen oder Klicken durch die einzelnen Folien navigieren. Am bekanntesten ist das Karussell-Format von Plattformen wie Instagram, LinkedIn oder Facebook, wird aber mittlerweile ebenso in Webseiten, Newslettern und digitalen Präsentationen verwendet.
Zentrale Eigenschaften des Karussell-Formats
- Mehrere Inhalte in einem Post: Ein Karussell besteht typischerweise aus 3 bis 10 Slides, die nacheinander angeschaut werden können.
- Interaktive Nutzerführung: Die User interagieren aktiv, indem sie durch die Inhalte wischen (mobil) oder klicken (Desktop).
- Flexibles Storytelling: Komplexe Sachverhalte lassen sich Schritt für Schritt erklären, und Inhalte können dramaturgisch aufgebaut werden.
- Vielseitige Erscheinungsformen: Von Bildern und Grafiken über Textfelder bis zu Video-Sequenzen sind viele Darstellungsformen möglich.
Warum sorgen Karussell-Posts für überdurchschnittliches Engagement?
Das Karussell- bzw. Swipe-Format führt nachweislich zu deutlich mehr Interaktionen als klassische Einzelbilder oder Textbeiträge. Was macht dieses Format so erfolgreich?
1. Höhere Verweildauer und Aufmerksamkeit
Karussell-Posts animieren die Nutzer: innen zur Interaktion. Das aktive Swipen oder Klicken erhöht die Zeit, die ein: e Betrachter: in mit dem Beitrag verbringt ("Dwell Time"). Algorithmen sozialer Netzwerke bewerten dies positiv und spielen solche Beiträge bevorzugt aus.
2. Erzählstruktur und Wissensvermittlung
Durch die Folienstruktur kann Wissen häppchenweise und in gut verständlicher Form transportiert werden. Die Nutzer: innen werden Schritt für Schritt durch ein Thema geführt, ohne überfordert zu werden - ideal für komplexe Inhalte aus den Bereichen IT, Cyber Intelligence oder Technologie.
3. Emotionalisierung und Call-to-Action
Jede Folie kann gezielt gestaltet werden: Fragen, Meinungen, Umfragen oder direkte Handlungsaufforderungen. Die letzte Slide eines Karussells wird oft für einen klaren Call-to-Action genutzt, z. B. "Kontaktiere uns", "Mehr erfahren" oder "Teile deine Meinung".
4. Erinnerungswert durch Wiederholung
Mehrfache Berührungspunkte innerhalb eines einzigen Beitrags - durch mehrere Slides - sorgen dafür, dass Kernbotschaften eher im Gedächtnis bleiben.
- Über 60% der meistgeteilten LinkedIn-Posts sind Karussells.
- Karussell-Posts auf Instagram generieren im Durchschnitt 1, 4x mehr Engagement als statische Posts.
Praktische Anwendungsbeispiele für Unternehmen
Das Karussell-Format eignet sich für zahlreiche Kommunikationsziele - gerade im B2B-Bereich und bei erklärungsbedürftigen Produkten oder Dienstleistungen.
Case 1: Produktpräsentation Schritt für Schritt
- Einführung in das Produkt auf Slide 1.
- Detailfunktionen und USPs auf den nächsten Slides.
- Abschluss mit Erfahrungsberichten, Trust-Elementen, Angebot oder CTA.
Case 2: Wissensvermittlung und Thought Leadership
- Karussell als Mini-Whitepaper: Ein komplexes Cybersecurity-Thema wird in 7 Slides verständlich erklärt.
- Integration von Infografiken und Zahlen.
- Beratungshinweis oder Kontaktanfrage auf der letzten Folie.
Case 3: Event- oder Webinar-Bewerbung
- Teaser: Worum geht es beim Event?
- Experten und Speaker vorstellen.
- Agenda und Highlights schrittweise visualisieren.
- Einladung zum Anmelden.
Best Practices für effektive Karussell-Posts
Um das volle Potenzial auszuschöpfen, sollten Unternehmen einige strategische und technische Grundregeln beachten:
- Starker Einstieg: Die erste Folie muss neugierig machen und sollte einen klaren Nutzen oder eine Frage in den Fokus stellen.
- Kurze, prägnante Texte: Pro Slide maximal ein Kernpunkt, am besten in einfacher Sprache.
- Visuelles Storytelling: Einheitliches Design, Icons und Bilder sorgen für Wiedererkennung und vermeiden Überforderung.
- Klare Dramaturgie und Abschluss: Eine logische Reihenfolge und ein starker Call-to-Action auf der letzten Folie sichern den Erfolg.
- An die Plattform anpassen: Jedes Netzwerk hat eigene technische Vorgaben für Karussell-Beiträge (z. B. Bildformate, Anzahl der Slides).
- Feedback und Statistiken analysieren: Die Performance sollte ausgewertet werden, um zukünftige Karussells zu optimieren.
Typische Fehler beim Karussell-Format - und wie man sie vermeidet
- Zu viel Text pro Folie: Überladene Slides werden schnell übersprungen. Fokus auf das Wesentliche.
- Keine klare Struktur: Ohne roten Faden wirkt das Karussell chaotisch. Gute Planung ist entscheidend.
- Unpassende Bildformate: Unscharfe oder falsch zugeschnittene Bilder mindern den Gesamteindruck.
- Fehlender Call-to-Action: Wer die nächste Aktion nicht klar kommuniziert, verschenkt Potenzial.
Karussell-Posts im Cyber Intelligence Umfeld
Gerade in der Cyber Intelligence-Branche, wo viele Themen technisch und erklärungsbedürftig sind, bieten Karussell-Formate entscheidende Vorteile. Komplexe Sachverhalte, etwa aktuelle Bedrohungslagen, neue Tools oder Vorgehensweisen bei Cyberangriffen, können verständlich visualisiert werden. Für Unternehmen und Entscheider werden so Sicherheitsbewusstsein und Best Practices greifbar und einprägsam vermittelt.
Die Cyber Intelligence Embassy unterstützt Organisationen dabei, ihre digitale Kommunikation effizient und zielgruppengerecht zu gestalten - und zeigt Ihnen Wege auf, anspruchsvolle Inhalte durch moderne Formate wie Karussell-Posts zu vermitteln. Nutzen Sie unsere Erfahrung, um Ihr Fachwissen optimal zu präsentieren und das Engagement Ihrer Zielgruppe nachhaltig zu steigern.